13. Dez. 2017 · 23:28 Uhr ·

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Sonntag, 10.12.2017

Die Aufholjagd beginnt

Sonntag, 10. Dezember 2017 (Start des ersten Rennens um 14.06 Uhr / Qualifikationen und Vorab-Interviews bereits ab 13.40 Uhr).

(btv-press) - Der Kampf um den Silberhelm tritt in die heiße Phase. Derzeit ist Dennis Spangenberg noch im Vorteil – doch sein härtester Konkurrent Victor Gentz kann den Rückstand verkürzen.

Gold ist zwar schon längst vergeben – der am Sonntag ausnahmsweise nicht in Mariendorf weilende Michael Nimczyk hat seinen Meistertitel erfolgreich verteidigt und führt die Berufsfahrer-Jahreswertung mit uneinholbarem Vorsprung an. Doch dahinter geht es mächtig spannend zu, denn der aktuell auf dem zweiten Rang liegende Dennis Spangenberg ist noch längst nicht in Sicherheit.

VICTOR GENTZ - Foto: © traberfoto-sx Beim Blick auf die Papierformen seiner Starter scheint der Herausforderer Victor Gentz bei der Neun-Rennen-Veranstaltung besser aufgestellt zu sein und könnte entscheidenden Boden gutmachen. Eines ist sicher: Die beiden Top-Profis werden sich einen packenden Fight liefern und vielleicht fällt die endgültige Entscheidung um Silber und Bronze erst am 31. Dezember.

Beide Sportler klettern bei der weihnachtlich angehauchten Berliner Veranstaltung, bei der es  wie stets um diese Jahreszeit in der Prämienausspielung Gänse, Tannen und Wettgutscheine im Gesamtwert von 2.200 Euro zu gewinnen gibt, jeweils sieben Mal in den Sulky. Im 1. Rennen, dem Auftakt der V4, steuert Victor Gentz den laufgewaltigen Julius Southwind, der sich ebenso wie die schnelle Laufey (Michael Hönemann) aber leider häufig alles durch Fehler zunichte macht. Die Konstante im Achterfeld scheint die trabsichere Jilliane (Manfred Zwiener) zu sein, während es für Dennis Spangenbergs Schützling Tears to Heaven eher schwer wird. Im Sommer zeigte die Stute zwar tolle Leistungen, doch dann schloss sich eine fast viermonatige Pause an und das Comeback in Karlshorst verlief wenig überzeugend.

Das 2. Rennen gehört den Amateuren und weist mit Margaux (André Pögel), Head over Heels (Andy Dähn) und Ilaria Sidney (Linda Matzky) eine dreiköpfige Favoritengruppe auf. Gleich danach tritt der Tipp des Tages an, denn an Dimitri W Eden wird es im 3. Rennen trotz seiner ungünstigen Startnummer acht wohl kaum ein Vorbeikommen geben. Mit dem Wallach konnte Dennis Spangenberg bisher drei Mal gewinnen und trotz der schlechten Ausgangsposition sollte es gegen den von Victor Gentz gesteuerten Pascal SAS sowie Vulkan (Daniel Wagner), Flirty or Dirty (Thomas Panschow), Dulco di Quattro (Roman Matzky), Key Largo (Luisa Ehrig), Theodor Fontane (Heinz Wewering) und Pershing Shadow (Michael Hönemann) erneut für den 35-jährigen Sulkyfahrer reichen. Auf den deutschen Bahnen hat der in den Niederlanden gezüchtete Dimitri W Eden ohnehin fast nie versagt – er kehrte in Mariendorf, Bahrenfeld und Karlshorst nur ein einziges Mal ohne Geld in den Stall zurück.

Auch im 4. Rennen gibt es einen deutlichen Favoriten, der aber weder von Dennis Spangenberg noch von Victor Gentz gesteuert wird, sondern von Thomas Panschow trainiert und gefahren wird: nämlich Lingala. Die für die Farben von Antonia Ahrens laufende Stute hat zwar erst zwei Starts im Bauch, aber ihr zweiter Platz war aller Ehren wert und das Pedigree der Ready-Cash-Tochter, die aus der fünfzehnmaligen Siegerin Glamour Santana stammt, ist vorzüglich. Sie sollte also ihren Weg machen und ist glattgehend über Flabbergasted (Kay Werner), Horatio Fortuna (Roman Matzky), Gameboy Newport (Dennis Spangenberg) und Höwings Winston (Manfred Zwiener) zu stellen. 

Im 5. Rennen beginnt die V5 – und zwar mit einer recht kniffligen Angelegenheit. Victor Gentz wird mit dem zweimal hintereinander erfolgreichen George Washington zwar die größte Aufmerksamkeit genießen. Sein Wallach tritt aber als einziger Teilnehmer aus der zweiten Reihe an und muss erst einmal endgültig beweisen, dass er fest genug ist. Der Trainingsgefährte Zweitausend PS (Lea Ahokas) ist daher genauso wenig wie Chao Phraya (Wladimir Gening) aus der Welt. Im 6. Rennen sehen die Karten für Dennis Spangenberg nicht schlecht aus – vorausgesetzt, sein Schützling Tuscany Laser behält die Nerven im Griff. An seinen in der Derby-Woche 2016 erzielten 13,7-Rekord konnte der Wallach allerdings nie wieder anknüpfen – ein gewisser Zweifel bleibt also. Victor Gentz steuert hier Duke Boshoeve – ebenfalls ein Wackelkandidat. Diese Konstellation lässt für die Dreier- und Viererwette lukrative Quoten erwarten.

Im 7. Rennen heißt es für Victor Gentz hopp oder top. Seine zuletzt sehr unglücklich gescheiterte Stute Green Mamba muss sich nur falsche Schritte verkneifen, um in den Winner-Circle einzukehren. Dass die Dreijährige tatsächlich noch nie auf einer Ehrenrunde war, ist angesichts ihres Potentials eigentlich nicht gar nicht zu glauben. Im 8. Rennen steht Victor Gentz erneut im Rampenlicht, denn hier steuert er den zuletzt unter Wert geschlagenen Hakon von Haithabu, der sich mit unangenehmen Gegnern wie Kilbeggan (Wladimir Gening), Speed of Moor (Heinz Wewering) und O.M.Dustin (Michael Hönemann) auseinandersetzen muss.

Einen vermutlich ähnlich prominenten Stellenwert am Wettmarkt wird auch das Pferd genießen, dass der „Mann in Grün“ im abschließenden 9. Rennen präsentiert: die Stute M.T.Kylie. Die Fünfjährige ist zwar keine feste Bank, wird aber gegen Quinze Juin (Daniel Wagner), Baschkir (Lea Ahokas) und Flavio As (Michael Hönemann) die Favoritenrolle einnehmen müssen.                       

Unsere Tipps:

1.       Jilliane – Laufey – Julius Southwind

2.       Margaux – Head over Heels – Ilaria Sidney

3.       Dimitri W Eden – Pascal SAS - Vulkan

4.       Lingala – Flabbergasted – Horatio Fortuna

5.       George Washington – Chao Phraya – Zweitausend PS

6.       Tuscany Laser – Bud Spencer – Nemo – Fashion Queen

7.       Green Mamba – Romeo Diamant – Francesco 

8.       Hakon von Haithabu – Kilbeggan – Speed of Moor

9.       M.T.Kylie – Quinze Juin – Baschkir