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3. DEZ 2017

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Lange Nase für die Favoriten ...

... hieß es nach 2700 Metern, die im Prix Joseph Lafosse von neun fünfjährigen einheimischen Sattelspezialisten zu absolvieren waren, durch den seinen zweiten halbklassischen und sechsten Treffer insgesamt setzenden Chablis d’Herfraie.

In einem Match ohne Ausfälle bis in die Zielgerade - hier warf Tempomacherin Chancelière Citrus unter zunehmendem Druck das Handtuch im Galopp - hatte David Thomain mit dem Blitzstarter sofort die Führung übernommen, sie in der Senke jedoch ohne Widerrede an die mächtig drückende »Kanzlerin« abgetreten und es sich in deren Windschatten bequem gemacht. Ihm waren Clara du Pontseuil und Chiricahua auf den Fersen, während sich die drei Favoriten Canadien d´Am, Cyprien des Bordes und vor allem Cassate bei flotter Pace am Ende des schmalen Feldes belauerten. Dem ebenso laufgewaltigen wie unwirschen Canadien d´Am blieb es vorbehalten, die zweite Spur etwas voranzubringen, doch Eindruck auf den vorderen Zug machte er zunächst nicht.

Im Einlauf räumte - wie schon beschrieben - Chancelière Citrus im Nu das Feld, womit dem Rennverlauf nach dann schon nicht mehr überraschend 171:10-Außenseiter Chablis d´Herfraie umgehend die besten Karten in der Hand hatte. Der sich ob des gelungenen Coups geradezu diebisch freuende Thomain gab die Trümpfe nicht mehr her und gewann bombensicher mit einer knappen Länge Vorsprung gegen Cyprien des Bordes und die sich auf den letzten Metern an Canadien d´Am vorbei schiebende Cassate, die einfach das Spitzen-Duo viel zu lange hatten unbehelligt walten lassen. Wobei Mathieu Mottier am ehesten entschuldigt ist, dem es sichtlich wichtig war, seinen Partner nach sechs roten Karten in Folge endlich mal wieder »unfallfrei« um den Parcours zu bringen. Klar zurück blieb die durchweg versteckt gehaltene Clara du Pontseuil Beste vom Rest.

»Bereits mit dem Ehrenplatz im Prix de Normandie im September hat er unterstrichen, zur Monté-Spitze seines Jahrgangs zu gehören. Schritt für Schritt hat er sich die Erfolgsleiter hochgearbeitet. Für mich kam dieser Sieg alles andere als unerwartet«, konstatierte David Thomain, der sich für seinen 1.000. Erfolg in Sattel und Sulky kaum eine bessere Bühne hätte aussuchen können - und zudem noch mit einem von seinem Vater Jean-Pierre trainierten Pferd.

ERGEBNIS

Samstag, 02.12.2017
Vincennes / Frankreich
Prix Joseph Lafosse
120.000 € - 2700 m - Bänderstart - Reiten
Fünfjährige Stuten & Hengste, mindestens 54.000 €

1.Chablis dDavid Thomain1:14,1171
2.Cyprien des BordesJean-Loïc Claude Dersoir1:14,123
3.CassateAdrien Lamy1:14,237
4.Canadien d´AmMathieu Mottier1:14,250
5.Clara du PontseuilPierre-Yves Verva1:14,4960
6.ChiricahuaFabien Gence1:14,4530
7.Chant des SirènesEric Raffin1:14,798
8.Candie d´AtoutMatthieu Abrivard1:15,5330
 Chancelière CitrusAlexandre Abrivardd.r.170

Chablis d´Herfraie - 5j. H. v. Giant Cat a.d. Osmose d´Herfraie v. Goetmals Wood
Sieg: 171:10 - Platz: 18 - 12 - 12:10 - Zwilling: 142:10
Drilling: 115:10 - Dreierwette: 1.366:10

Viel »Cash« für Bold Eagles Bruder

Ebenfalls an Fünfjährige, dieses Mal aber auch an ausländische Pferde, wandte sich mit dem Prix Doynel de Saint-Quentin die zweite halbklassische Aufgabe des Nachmittags, in der der zuletzt zwei Mal unterm Sattel so grandios siegende Traders einmal mehr seiner seit dem epochalen 1:10,1-Triumph über Bold Eagle im Vorwinter andauernden Abneigung gegen den Sulky entsprach.

Dabei passte für den gebürtigen Italiener aus dem Lot Philippe Allaires, der die Startberechtigung für den Prix de Cornulier bereits in der Tasche hat, alles wie die »Faust aufs Auge«. Im Gegensatz zu Co-Favorit Day Or Night In, der den Startschuss zu wörtlich nahm und sofort explodierte, legte der Ready Cash-Sohn ganz außen los wie der Blitz. Nur Landsmann Tony Gio war schneller auf den Beinen, doch hatte Matthieu Abrivard nichts dagegen, das Kommando noch vor Einbiegen auf die Tribünengerade an den 21:10-Favoriten abzugeben, hinter dem sich bald eine »Perlenkette« bildete, in der Tano Fohle SM das letzte der verbliebenen zehn Glieder war.

Bei nicht allzu zügigen 1:14,4 für 1850 Meter hatte Yoann Lebourgeois alle Fäden noch in der Hand, als Franck Nivard 700 Meter vor dem Ziel mit Cash and Go aus vierter Position innen aktiv wurde und in Spur zwei die »Lokomotive« für Tessy d´Ete und Cobra Bleu gab. An der letzten Ecke packte Traders seine Sachen und kam für vordere Ränge nicht mehr in Frage. Zunächst schien Tony Gio für ihn in die Bresche zu springen, doch dann wurde der Sohn zweier internationaler Gruppe-I-Sieger - Vater ist Ready Cash, Mutter Ilaria Jet - auf den letzten Metern vom wuchtigen Cash and Go förmlich überrollt.

Der kleine Bruder des großen Bold Eagle, von Statur ein deutlich wuchtigeres Kaliber als der zweifache Amérique-Sieger, scheint Ende fünfjährig die Annoncen seines Trainers mehr und mehr erfüllen zu können: »Er braucht einfach mehr Zeit als Bold Eagle, um seinen Weg zu machen«, hatte Sébastien Guarato immer wieder betont. Der neunte Treffer aus 21 Versuchen war zugleich der erste auf Gruppe-Niveau, mit dem das »Cash« des gleichfalls für die weinroten Farben Pierre Pilarskis laufenden Hengstes bei 270.948 Euro angekommen ist. Zwei Längen zurück nutzte Tessy d´Ete den Sog ihrer Zugpferde zu Rang drei, und auch die vierte Prämie ging an die sieben Köpfe starke italienische T-Fraktion: Mit letzter Kraft nahm Traders weitere vier Längen zurück das Gebiss zumindest so weit wieder an, um Cobra Bleu knapp in Schach zu halten.

Das Video des Rennens sehen Sie hier.

ERGEBNIS

Samstag, 02.12.2017
Vincennes / Frankreich
Prix Doynel de Saint-Quentin
120.000 € - 2850 m - Bänderstart
Fünfjährige europäische Stuten & Hengste, mindestens 54.000 €

1.Cash and GoFranck Nivard1:13,573
2.Tony GioMatthieu Abrivard1:13,6110
3.Tessy d´EteJean-Michel Bazire1:13,787
4.TradersYoann Lebourgeois1:14,021
5.Cobra BleuPierre Vercruysse1:14,0170
6.Titty JepsonJean-Philippe Monclin1:14,1880
7.Classic WayEric Raffin1:14,3250
8.Tentation AnsAnthony Barrier1:14,4890
9.Tano Fohle SMFranck Ouvrie1:14,9910
10.Toseland KyuRoberto Andreghetti1:21,9240
 Day Or Night InDominik Locqueneuxd.r.51

Cash and Go - 5j. H. v. Ready Cash a.d. Reethi Rah Jet v. Love You
Sieg: 73:10 - Platz: 20 - 23 - 25:10 - Zwilling: 211:10
Drilling: 379:10 - Dreierwette: 2.798:10

Zum fünften Sieg »eingeflogen«

Das letzte sportliche Glanzlicht setzte im Prix Vourasie, dem zweiten Gruppe III-Vergleich für die jüngsten, im Rennbetrieb befindlichen Stuten, Philippe Allaires Fly With Us, für die es nach dem fünften Volltreffer aus ebenso vielen Engagements hieß: »Nur Fliegen ist schöner«. Trotz ihrer geringen Erfahrung lässt sich die Ready Cash-Tochter augenscheinlich entspannt wie ein hochtouriger Automatik-Wagen steuern. Diese Lektion hat selbst ein auf Erfolg getrimmter Jean-Michel Bazire verinnerlicht, der mit Fortaleza drei Mal - am 8. September und 31. Oktober in Vincennes, am 17. August in Enghien - lediglich an der dunkelbraunen Überfliegerin gescheitert war und Eric Raffin bereitwillig die Führung überließ, als der sie nach 300 Metern haben wollte.

Besser konnte »JMB« mit seinem Schützling gar nicht liegen. Fortan durfte Fly With Us ungestraft bummeln, denn auch Björn Goop, der Activated beim Einbiegen in den zweiten Bogen mit einem kernigen Zwischenspurt aus dem dritten Paar außen an die Seite der Pilotin scheuchte, hatte zunächst kein Interesse, diese zu reizen. So wurden die ersten 1200 Meter in lächerlichen 1:19,7 herunter geschlendert, und auch auf den folgenden 500 Metern war bei 1:18,9 nur unwesentlich mehr Zug in der statischen Partie. Das »dicke« Ende kam auf der Zielgeraden, wo sich Fly With Us mit einem »bewegungslosen« Raffin ganz locker auf eineinhalb Längen absetzte, Fortaleza erneut nicht den Hauch einer Chance ließ und nun schon 124.200 Euro auf dem Konto hat.

Ebenso wenig schwitzen musste Fortaleza für den neuerlichen Ehrenplatz gegen die aus dem dritten Paar außen prächtig auf Touren kommende Fiorella de Ted. Die innen von ihr postierte Force du Chêne hingegen entwickelte nicht genügend Pep, Rang vier gegen Fend la Bise festzuhalten, die unterwegs stets in ihrem Windschatten gelegen hatte. Erst dann kam Activated als Beste der vier Ausländerinnen ins Ziel, von denen die Holländerin Isabella JE (gemeinsam mit Full Option) am Start bis zur »roten Karte« gesprungen war und Lutfi Kolgjinis Schwedin Zoey Kronos ebenso wie die Italienerin Zaira Stecca im Hintertreffen nie eine reelle Hand im Spiel hatte.

»Jedes ihrer Rennen hat sie in toller Manier gewonnen. Kaum glaublich, wie routiniert und jeder Situation gewappnet sich Fly With Us zeigt - das wird nicht anders sein, wenn es hier mal auf die große Bahn geht. Darin sehe ich nicht das geringste Problem. Sie erinnert mich stark an Billie de Montfort«, schwärmte Eric Raffin. Rosige Aussichten für ihr Team auf einem immens weiten Weg, denn Billie de Montfort hat bereits das Ticket für den Prix d´Amérique 2018 gelöst und bisher als Primadonna der exzellenten Generation »B« 1,5 Millionen Euro gebunkert. - (mw)

Das Video des Rennens sehen Sie hier.

ERGEBNIS

Samstag, 02.12.2017
Vincennes / Frankreich
Prix Vourasie
80.000 € - 2200 m - Bänderstart
Zweijährige europäische Stuten, die einen Geldpreis erzielt haben

1.Fly With UsEric Raffin1:17,216
2.FortalezaJean-Michel Bazire1:17,362
3.Fiorella de TedFranck Nivard1:17,3180
4.Fend la BiseFranck Anne1:17,4160
5.Force du ChêneMatthieu Abrivard1:17,5440
6.ActivatedBjörn Goop1:17,5100
7.Féérie WoodAlexandre Abrivard1:17,6210
8.Zoey KronosDominik Locqueneux1:17,8460
9.Fénomèna DesboisYann Lorin1:18,31520
10.Zaira SteccaRoberto Andreghetti1:20,5930
 Isabella JEJean-Philippe Monclind.r.420
 Full OptionAnthony Barrierd.r.160

Fly With Us - 2j. St. v. Ready Cash a.d. Nariane Marceaux v. And Arifant
Sieg: 16:10 - Platz: 11 - 16 - 23:10 - Zwilling: 30:10
Drilling: 147:10 - Dreierwette: 393:10

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