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5. DEZ 2017

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Kein »Automatismus« im Fall Souloy

Nach nur drei (Arbeits-)Tagen und damit angenehm zeitnah hat HVT-Präsident Heinz Tell unsere Anfrage bezüglich der Behandlung des Urteils der norwegischen Aufsichts-Organisation DNT wegen Kobalt-Dopings im Falle Fabrice Souloy beantwortet.

In einem längeren Telefongespräch am Montag teilte der Berliner mit, dass das Osloer Urteil in zweiter Instanz außerhalb Skandinaviens bzw. Nordeuropas aktuell noch keine Auswirkungen habe, es also - ähnlich wie bei der Entscheidung der SPD zum Thema GroKo - keinen »Automatismus« gäbe. Nach den Regularien der Union Europeenne du Trot (U.E.T.) müsse zunächst einmal diese von den Norwegern informiert werden, die dann die für die Erteilung der Trainer-Lizenz zuständige Stelle, also die französische Aufsichts-Organisation Le Trot, beteiligen werde.

Diese allein entscheidet darüber, ob bzw. in welchem Umfang die Sanktionen gegen Souloy auch außerhalb der nordeuropäischen Länder gelten sollen, wobei man nach Ansicht des Verfassers davon ausgehen kann, dass die beiden Extreme (also komplettes Ignorieren bzw. vollständige Übernahme der 10-jährigen Sperre) vermutlich nicht in Frage kommen werden. Sobald die lizenz-erteilende Stelle ihre Entscheidung an die U.E.T. gemeldet und diese sie an die Mitgliedsstaaten weitergeleitet habe, werde man sie auch im Bereich des HVT umsetzen.

Zum Vorhalt, man habe Souloy in der Derbywoche die Mariendorfer Rennbahn betreten lassen, äußerte sich Tell wie folgt: »Wir hatten keine Handhabe, dies zu verhindern. Souloy hat in Frankreich kein Betretungsverbot für die Rennbahnen, sondern lediglich für deren Stallbereiche. Nach meiner Information darf er inzwischen zwar in Vincennes auch die Tribüne nicht mehr betreten, aber das hat andere Gründe als den bereits abgeurteilten Dopingfall in seinem Heimatland. Ich jedenfalls habe keinen Grund gesehen, ihn in Mariendorf nicht hinein zu lassen«. - (cw)

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